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Toshimitsu Imai

Kyoto 1928 -
2002


Im Jahr 1928 wird Toshimitsu Imai in Kyoto geboren. Im Jahr 1948 schließt Imai die reguläre Schullaufbahn ab. Seine Kunstausbildung erhält er in der Folge an der Staatlichen Akademie in Tokyo. Seine frühe Malweise orientiert sich an den Fauvisten. Imais besondere Sensibilität für Farben begleitet ihn in seinem gesamten künstlerischen Schaffen. Im Jahr 1951 erhält Imai den Kansai-Shinseisaku-Preis und im Jahr darauf auf dem 15. Salon von Shinseisaku wird er mit dem Preis für den besten Neuen Künstler ausgezeichnet.
Im Frühling 1952, nach seiner ersten Solo-Ausstellung in Japan begibt sich Imai nach Europa und lässt sich in Paris nieder. In Paris besucht Toshimitsu Imai die Académie de la Grande Chaumière und die Sorbonne, an der er in den Fächern mittelalterliche Geschichte und Philosophie abschließt.
In den Jahren 1953 und 1954 stellt der Künstler seine Werke im Salon de l'Art Sacré aus. Im März des folgenden Jahres verändert sich unter den neuen Eindrücken und mit der Bekanntschaft zu dem Kritiker Michel Tapie seine Kunst vom Gegenständlichen hin zur Abstraktion. Imais Werke lassen sich dem Informel zuordnen.
Mit der Organisation einer Gruppenausstellung in Japan im Jahr 1956 durch den Künstler selbst und einem Besuch Toshimitsu Imais in Begleitung von Sam Francis und George Mathieu dort im Jahr 1957, ist Toshimitsu Imai maßgeblich an der Vermittlung der europäischen Abstraktion nach Japan beteiligt. Anschließend lässt er seine eigenen Werke ab 1956 durch Leo Castelli in New York und, seit 1957, durch die Galerie Stadler in Paris vertreiben.

Toshimitsu Imais Erfolg wird mit der Präsentation seiner Werke auf der Biennale von Sao Paolo im Jahr 1953 und der Biennale von Venedig 1960 deutlich. Darüber hinaus findet seit 1962 Imais Kunst auch in seiner japanischen Heimat Anerkennung: der Künstler erhält einen Preis bei der 5. Ausstellung Japanischer Gegenwartskunst und das Museum für Moderne Kunst in Tokyo erwirbt mehrere Gemälde. Jedoch lässt sich der Künstler nicht auf die abstrakte Malweise festlegen, er experimentiert immer wieder auch mit figurativen Sujets.
Nach 1970 pendelt Imai regelmäßig zwischen Paris und Japan, in seinem künstlerischen Schaffen integriert er Worte in seine Gemälde, die so zu Trägern von Gedichten werden. Im Jahr 1982 beginnt Imai einen zweijährigen Aufenthalt im Centre Georges Pompidou in Paris und beginnt, noch weitere japanische Elemente in seine Bilder zu integrieren. Zwei Jahre später ist Toshimitsu Imai eines der Gründungsmitglieder der Vereinigung zeitgenössischer japanischer Künstler "JCAA".Anschließend in den Jahren 1988 und 1994 gestaltet Imai die Etiketten einer Champagner-Firma mit Blumenmotiven.
Den Künstler Toshimitsu Imai ehren zahlreiche Auszeichnungen: 1991 die Ehrenbürgerschaft von Madrid, im Jahr 1992 die von Lyon und 1995 wird er in die französische Ehrenlegion aufgenommen und zwei Jahre später zum Officier de l'Ordre des Arts et des Lettres ernannt.
Letzlich gestaltet der Künstler das Thema des Krieges, sowohl auf die Angriffe Japans gegen China zu Beginn des Jahrhunderts gemünzt als auch in Erinnerung an die Vernichtung Hiroshimas und seiner Bewohner zum Ende des Zweiten Weltkrieges.
Toshimitsu Imai verstirbt nach schwerer Krankheit im Jahr 2002.

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